Gedichte vom Schweigen

Dieser Beitrag erschien erstmals am 18. August 2014 im Stille-Stärken-Blog.

Heute habe ich ihn neu hervorgeholt, weil Janne Jesse die hier vorgestellten Gedichte in einen Buch zusammen mit 30 weiteren Gedichten und 22 eigenen Illustrationen veröffentlicht hat.

Im Buch „Tintenstimme: Gedichte aus dem Schweigen“ (Link zu Amazon) vermittelt Janne ihren Lesern ein Gefühl für ein Leben mit Sprechblockaden. Ihre Reime vermitteln, was mit vielen Worten kaum auszudrücken ist. Eine Gratwanderung zwischen Sprechen und Schweigen.

Schon am ersten Tag, nachdem ich Stille-Stärken.de online gestellt hatte, kam eine E-Mail. Janne hatte meine ersten Texte entdeckt und mir sofort über das Kontaktformular geschrieben.
Sie hat mir nicht nur durch ihr positives Feedback ganz viel Motivation für weitere Texte gegeben, sondern sie hat mir gleich noch ein paar von ihren wunderbaren Gedichten geschickt.

Janne ist eine junge selektive Mutistin. In ihren Gedichten mag ich die Verbindung von Kraft und Verletzlichkeit – zwei Qualitäten, die zu einer außergewöhnlichen Stärke werden, wenn sie vereint sind.
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Nur ein Wort

Wir alle sind „Wortbesitzer“.

Manche Wörter gehören einfach so sehr zum Ich-Sein dazu, dass uns gar nicht in den Sinn kommt, es könnte anders sein.

Mein Wort war „still“. Es war schon immer da… Jedenfalls so lange ich mich erinnern kann.

„Still“ und ich – das habe ich viele Jahre lang als untrennbare Einheit empfunden. Deswegen konnte ich mir auch sehr lange nicht vorstellen, wie ich daran etwas ändern könnte.

Wenn ich mich in meinen ältersten Erinnerungen sehe, sehe ich mich still. Und ich habe das Gefühl, dass ich damit sehr zufrieden gewesen bin.

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Und plötzlich war er nicht mehr da…

Sag doch mal anständig Grüß Gott!Diese kleine Geschichte widme ich allen, die gestern auf der Jahrestagung der Mutismus Selbsthilfe Deutschland e. V. dabei waren – egal, ob wir nun miteinander sprechen konnten oder nicht.

Und allen, die sich schon mal gefragt haben, wie es ist, wenn Kinder plötzlich schweigen.

Neulich war ich im Freibad. Ich saß unweit des Planschbeckens auf einer Bank.

Im Kinderbecken waren zwei Jungs, so ungefähr fünf oder sechs Jahre alt, und hatten Spaß mit dem Wasser. Der Springbrunnen in der Mitte hatte es ihnen angetan, denn damit konnte man prima um sich spritzen, wenn man die Düsen mit der Hand zuhielt. Manchmal wurden die Jungs dabei ordentlich nassgespritzt. Und ich von Zeit zu Zeit auch.

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Ich schreibe jetzt einen richtig schlechten Blogartikel…

Mach mit bei der Mutismus-Fragebogen-StudieIch schreibe heute einen richtig schlechten Blogartikel…
Da staunst du, gell? 😉

Erst schreibe ich monatelang gar nichts Neues – und dann sowas.

Tja, was soll ich sagen. Nach meinter geplanten Mittwinter-Schreib-Pause hat sich in mir drin eine ordentliche Blog-Blockade aufgebaut. Und mit jeder Woche ohne neuen Blogartikel wurde es noch schwerer für mich, überhaupt nur ans Schreiben zu denken.

Wenn du auch schon mal eine Blockade hattest (egal zu welchem Thema), dann kennst du das…

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Auf dem Weg zum neuen Job

Bewerbungen schreiben mögen viele Stille Menschen gar nicht. Denn da muss man sich sehen lassen, sich ins beste Licht rücken und für sich werben. Dabei liegt uns diese Selbstdarstellung so gar nicht…

In ihrem Gastbeitrag zeigt uns die Expertin für’s Bewerben, Claudia Tetz-Froböse, wie eine Bewerbung gewinnt.

Wie du im Bewerbungsprozess als stiller Mensch überzeugst

Da überlege ich nun also seit Wochen, was ich dir, als Leserin des Stille-Stärken-Blogs, an sinnvollem Input rund um den Bewerbungsprozess liefern kann und verwerfe Idee um Idee, und dann entwickelt sich ausgerechnet der Kaffeeklatsch mit meiner (introvertierten) Freundin Lea zu einem Thema, das dich interessieren könnte.

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Eine Clown-Geschichte

Die Clownin Sophie – zum AnhörenErstmals veröffentlicht am 19.02.2015 – und längst eine Lieblingsgeschichte vieler LeserInnen…

Eine liebe Freundin hat mich vor einer Weile gebeten, für sie eine Geschichte zu schreiben, die ihr hilft, mit mehr Selbstbewusstsein ihre Stärken zu leben. Denn sie hatte große Zweifel daran, dass sie genug Erfolg hat mit dem, was sie gut kann und gerne macht.

So ist die folgende Geschichte entstanden – eine Geschichte über Stärken, die wir bei uns selbst oft nicht erkennen und schon gar nicht zu schätzen wissen.

Wenn es du auch glaubst, zu wenig zu können und zu erreichen, dann möchte ich dir die Clownin Sophie vorstellen…

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Ideen leben

Wenn das Pferd tot istWir sind mittendrin in der Jahreszeit der Vorsätze, Jahresmottos, Pläne und Konzepte.

Klar, das macht man so zum Jahreswechsel. Rückblick und Ausblick, das sind traditionelle Beschäftigungen, wenn das alte Jahr geht und das Neue ganz neu daherkommt.

Da passt die Frage von Eva Laspas gerade ausgezeichnet: „Zu Tode geplant? – Planung ja oder nein?“

 

Evas Frage nach zu Tode geplanter Planung hat mich an diesen Spruch erinnert:

Wenn dein Pferd tot ist, steig ab.

 

Hast du schon mal ein Ziel totgeritten? Oder eine Idee zu Tode geplant?
Ich schon.

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