FAQ: Was ist die richtige Therapie bei Selektivem Mutismus?

Vorneweg möchte ich betonen, dass ich selbst nie wegen Selektivem Mutismus therapiert wurde – und daher zu keiner Therapieform aus eigener Erfahrung erzählen kann.

Ich tausche mich gerne mit Menschen aus, die anderen Menschen helfen. Und über diese Gespräche mit den „Profis für Heilung und Unterstützung“ habe ich schon viele unterschiedliche Sichtweisen, Herangehensweisen und auch Schwierigkeiten der Therapeuten gehört.

Alle Ansätze haben gute Gründe. Alle Ansätze sind auf ihre Weise wirksam. Alle Therapieverfahren haben ihre Berechtigung.

Die richtige Therapie bei Selektivem Mutismus ist die Therapie, die hilft. Punkt.

Dass sich in der Therapie, die du wählst, in kurzer Zeit eine Veränderung erreichen lässt, sollte schon sehr frühzeitig klar sein – idealerweise in den ersten (den sog. probatorischen) Terminen, die deinem Kennenlernen von Therapeut und Methode dienen und bei denen du frei entscheiden kannst, die Zusammenarbeit gleich wieder zu beenden.

Ob eine Zusammenarbeit mit einem Therapeuten – der natürlich auch eine Therapeutin sein kann – Erfolg bringt, hängt für mich nicht in erster Linie mit den Methoden zusammen. Wenn die zwischenmenschliche „Chemie“ stimmt, dann wirkt vor allem die Beziehung zum Therapeuten heilsam.

Wobei immer klar sein muss, was das Ziel ist. Und da gibt es für mich nur eine Antwort: Das Ziel jeder Therapie ist ein Leben ohne Blockaden.

Die „richtige“ Therapie ist die, die DICH an dein Ziel bringt.

 


 

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Findest du auch, dass es noch zu wenig Verständnis für Mutismus gibt?

Die neue Studie der Universitäten Zürich und Würzburg hat zum Ziel, daran etwas zu ändern.
Und alle von Mutismus betroffenen Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern können dazu beitragen und die Forschung aktiv unterstützen.

Was du dazu tun musst:

  1. Fordere per E-Mail die Fragebögen bei der Uni Zürich an.
    Die E-Mail-Adresse ist mut.ist.muss@kjpd.uzh.ch
    Gib in deiner Mail unbedingt deine Post-Adresse an, denn…
  2. Du bekommst per Post die Fragebögen zugeschickt.
  3. Du nimmst dir als Elternteil mit deinem Kind ein wenig Zeit und beantwortest in aller Ruhe die Fragen.
  4. Dann steckst du die Fragebögen in den Rückumschlag und bringst den zur Post.
    (Das Porto zahlt natürlich die Uni.)

Ich freue mich riesig, wenn durch deine Mitwirkung an der Studie klarer wird, was Mutismus ist und wie wir damit umgehen sollten.

Infos zur Studie (PDF)