FAQ: Gibt es Medikamente gegen Selektiven Mutismus?

Es gibt kein Medikament, das den Selektiven Mutismus „wegmacht“.

Wenn ein Facharzt eine Behandlung mit Medikamenten vorschlägt, dann geht es ihm darum, einzelne Symptome zu lindern, damit es dem Patienten besser geht. Und wenn es ihm besser geht, findet er vielleicht leichter Möglichkeiten, anders mit den Blockaden umzugehen – so dass der Patient im Idealfall einen Weg aus seinen Blockaden heraus findet.

Ich sag‘s ganz offen: Ich bin da äußerst skeptisch. Denn das, was die Veränderung bewirkt, ist nicht das Medikament, sondern der Patient. Wenn der nur die Pillen nimmt und sonst nichts ändert, dann ändert sich langfristig… Überhaupt nichts!

Deswegen erscheint mir jede Medikamenten-Therapie ohne begleitende Psychotherapie beim Selektiven Mutismus ziemlich unsinnig.

Wenn wir nur von Selektivem Mutismus ausgehen – ohne gleichzeitige andere Störungen oder Erkrankungen – dann geht es doch darum, ein Leben ohne Blockaden zu lernen. Das kann kein Medikament bieten.

 


 

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Findest du auch, dass es noch zu wenig Verständnis für Mutismus gibt?

Die neue Studie der Universitäten Zürich und Würzburg hat zum Ziel, daran etwas zu ändern.
Und alle von Mutismus betroffenen Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern können dazu beitragen und die Forschung aktiv unterstützen.

Was du dazu tun musst:

  1. Fordere per E-Mail die Fragebögen bei der Uni Zürich an.
    Die E-Mail-Adresse ist mut.ist.muss@kjpd.uzh.ch
    Gib in deiner Mail unbedingt deine Post-Adresse an, denn…
  2. Du bekommst per Post die Fragebögen zugeschickt.
  3. Du nimmst dir als Elternteil mit deinem Kind ein wenig Zeit und beantwortest in aller Ruhe die Fragen.
  4. Dann steckst du die Fragebögen in den Rückumschlag und bringst den zur Post.
    (Das Porto zahlt natürlich die Uni.)

Ich freue mich riesig, wenn durch deine Mitwirkung an der Studie klarer wird, was Mutismus ist und wie wir damit umgehen sollten.

Infos zur Studie (PDF)