Weitere sieben Antworten zum Selektiven Mutismus

Sei du selbst, lass die anderen anders sein.

Zum Selektiven Mutismus gibt es jede Menge Fragen – und viele davon werden immer wieder gestellt.

Daher habe ich meine persönlichen Antworten zu einer Reihe von regelmäßig gestellten Fragen (englisch „Frequently Asked Questions“, also kurz FAQ’s) zum jederzeit Nachlesen zusammengeschrieben.

 

In Teil 1 dieses Blogartikels gab es acht Antworten dazu, was Selektiver Mutismus ist – und was er meiner Ansicht nach nicht ist.

Im heutigen Teil 2 geht es um „die Betroffenen“ und „die Normalen“. Und um einen sinnvollem Umgang mit dem Problem.

Meine Antworten sind meine ganz persönliche Meinung zu den jeweiligen Themen. Sie ergeben sich aus den Erfahrungen, die ich selbst in 30 Jahren mit den Sprechblockaden gemacht habe, und aus der Meinung, die ich mir gebildet habe, seit ich weiß, dass meine früheren Probleme als „Selektiver Mutismus“ bezeichnet werden.

 

Ich find’s übrigens völlig in Ordnung, wenn andere Leute andere Antworten besser finden. Die Diskussion lebt schließlich von der Vielfalt der Ansichten.

Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast und mit mir über meine Antworten diskutieren möchtest, schreib mir gerne über’s Kontaktformular oder hinterlasse mir einen Kommentar unter diesem Artikel.

 


 


 

Gibt’s eine Frage, die du mir gerne zum Selektiven Mutismus stellen möchtest? Schreib gerne einen Kommentar hier drunter.

 

Sei du selbst, lass die anderen anders sein.
Deine
Christine

Übrigens…

Kennst du schon meine Online-Vorträge über Mutismus?

Was hindert dich daran zu sprechen?In regelmäßigen Abständen halte ich kostenlose Vorträge im Internet (sogenannte „Webinare“), bei denen ich über Themen rund um Selektiven Mutismus und andere Sprechblockaden informiere. Und du hast live während des Webinars die Möglichkeit, deine Fragen von mir beantwortet zu bekommen.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kann mich mich gut daran erinnern, wie andere Kinder meine Mutter gefragt haben, „warum die nichts sagt“ und sie dann meinte, dass sie mich das ja mal fragen können und ich dann entweder gar nichts oder selber und großer Anstrengung herausgebracht habe: „weiß ich nicht“ und mir wünschte die Situation geht schnell vorbei und das Kind fragt nicht noch mehr … manchmal sind andere dann sogar neugierig, wenn man so wirkt. Außer so manche Eltern, die spätestens bei den Höflichkeitsflosekeln ( Danke wurde einem manchmal noch erlassen, aber Hallo und tschüs eher nicht) dann gefragt haben, was denn da los ist.
    Finde auch gut, wenn man dann erklärt, dass das Kind ganz normal sprechen kann, aber noch nicht so weit ist, das auch mit anderen zu können und es auf dem Weg ist, das zu können. Sowas ermutigt ungemein.
    Überhaupt finde ich den Weg der Ermutigung irgendwie gut. Auch bei den beruflichen Sachen. Mutismus ist ja schon einschränkend, wieso sollte eventuell die berufliche Auswahl auch noch beschränkt werden( ok, muss man individuell gucken, für manch einen ist vielleicht auch da was bei und der Weg gerade genau der richtige und motivierende). Ansonsten sollte auch da alles möglich und offen sein. Nichts hilft mehr als die eigene Motivation und Erfüllung und Herausforderung, die nicht überfordert.
    Man ist zwar nicht sofort ohne Mutismus, aber es kann eine Entwicklung stattfinden und das möchten Mutisten ja auch. Nichts ist schlimmer, als für immer so sein zu müssen. So ähnlich hast du es ja auch benannt in einem der oberen Artikel. Man braucht auch die „Komfortzone“, Akzeptanz und das in Ruhe gelassen werden indem wie man ist, gleichzeitig möchte man sich natürlich entwickeln können, was unter dem Mutismus immer schwierig ist.

    • Hallo Simone,

      danke für deine Erfahrungen.

      Es ist tatsächlich nicht hilfreich, wenn man den Mutisten auffordert, den Mutismus zu erklären – schon gar nicht, während er gerade in der Sprechblockade ist.
      Klingt logisch, wenn man es so hinschreibt. Und doch erwarten die meisten Leute, dass wir eine Erklärung haben (und sagen), wenn man uns nur direkt genug dazu auffordert… 🙂

      Die Sache mit Hallo und Tschüss ist echt schwer – und für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Wo es sich doch nur um ein oder zwei kleine Silben handelt…
      Ich hatte dazu schon mal geschrieben: http://stille-staerken.de/sag-doch-mal-anstaendig-gruess-gott/

      Insgesamt glaube ich, dass immer ein KLEINES Bisschen mehr möglich ist, als wir uns im Moment zutrauen. Und für viele Leute ist es leichter, diesen kleinen Schritt weiter zu machen, wenn man es ihnen zutraut, ohne es einzufordern. (Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Druck bei NIEMANDEM zu einer nachhaltigen persönlichen Weiterentwicklung führt, die besser ist als eine Entwicklung aus eigenem Antrieb.)

      Und niemand muss für immer die Sprechblockaden haben. Das ist für mich keine Frage des „Ob“, sondern nur eine Frage des „Wie“.

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