Dein ganz persönlicher Pausen-Raum (II)

Dein ganz persönlicher PausenraumLetzte Woche ging es hier um deinen ganz eigenen Rückzugsort, der dir jederzeit und überall zur Verfügung steht, weil er in deiner Vorstellungskraft entsteht.

Sich dorthin zurückziehen zu können ist meiner Ansicht nach die zweitbeste Möglichkeit für eine Pause.

Am allerbesten finde ich jedoch, wenn ich tatsächlich „auf Abstand gehen“ kann.

 Meine TOP 5 der Rückzugsmöglichkeiten

  • Wenn ich aus einer Situation gar nicht raus kann (z. B. in einem Seminar oder Meeting), rücke ich mit dem Stuhl so weit von den Nebenleuten ab, wie es die Situation und die Höflichkeit zulässt. Manchmal reichen schon einige Zentimeter mehr Abstand, damit ich mich nicht mehr gar so eingeengt fühle. Dann nehme ich einige tiefe Atemzüge und fühle mich wieder entspannter.
  • Wenn ich die Möglichkeit habe, zwischendurch ins Freie zu gehen und einmal um den Block zu laufen, achte ich unterwegs darauf, die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Für mich ist diese schnelle Auszeit am erholsamsten, wenn ich mich gezielt auf andere Gedanken bringe, z. B. Schaufenster ankucke oder Leute beobachte.
  • In vielen Situationen (im Zug oder beim Warten auf dem Bahnhof, aber auch während der Pause im Büro) schließe ich eine Weile die Augen und höre Musik. Auf meinem MP3-Player habe ich einiges an Entspannungsmusik und beruhigenden Titeln gesammelt.
    Meine Lieblingsmusik gegen Stress und Überforderung ist mit einem links-rechts-Takt unterlegt, der über die Stereo-Kopfhörer die beiden Gehirnhälften anspricht und dadurch besonders entspannend wirkt (hier ein Hörbeispiel von WingWave).
    (Wenn dir sowas zu „esoterisch“ ist, tut es natürlich jede Musik, die du als entspannend empfindest.)
  • Um zur Ruhe zu kommen, setze ich mich gerne für eine Weile in eine Kirche. Für mich strahlen die meisten Glaubensorte eine wundervolle Ausgeglichenheit aus.
    Vor allem, wenn ich mich länger in einer Großstadt aufhalte, sehne ich mich nach einem Raum, in dem absolute Stille herrscht.
  • Am allerliebsten ist mir ein langer Spaziergang durch Wälder und Felder. (Wenn das mal nicht möglich ist, tut es notfalls auch eine größere Parkanlage.) Um mich herum ist nur Landschaft und frische Luft – und die gleichmäßige Bewegung beim gehen oder laufen wirkt noch zusätzlich entspannend und beruhigend.

Der TOP-TIP 😉

Natürlich kannst du an jedem beliebigen realen Rückzugsort zusätzlich deinen „virtuellen“ Lieblingsort aus Teil I dieses Artikels aufsuchen. Ein entspannender Tagtraum wirkt in einer entspannten Wirklichkeit umso besser.

Indem du deine ganz persönlichen „Pausen-Räume“ gestaltest, kannst du immer wieder zwischendurch für deine introvertierten Bedürfnisse sorgen und der Erschöpfung ein Stück weit vorbeugen. Denn wenn du gut für dich sorgst, machen Begegnungen und Kontakte noch mehr Spaß…

 

Ich bin sehr gerne unter Menschen, solange ich die Möglichkeit habe, mich regelmäßig zurückzuziehen, bevor ich mich überfordert fühle. Deswegen habe ich gelernt, darauf zu achten, welche Anzeichen es für die nahende Erschöpfung gibt, bevor ich an meine Grenzen stoße.

Und du? Kennst du deine Erholungsräume und die Signale, die für eine Pause sprechen? Und hast du Lust, mir von deiner Strategie in den Kommentaren zu erzählen?

Sei du selbst, lass die anderen anders sein.
Deine
Christine Winter

 

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