Über Stille Menschen

Stumm
Ich schreibe von Stillen Menschen, weil ich selber ein Stiller Mensch bin.

Ich schreibe für Stille Menschen, weil ich lange unter der Stille gelitten habe und dachte, ich wäre die Einzige.

Ich schreibe für Stille Menschen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich alles ändern kann, was mir wirklich wichtig ist.

Ich schreibe für Stille Menschen, weil ich in mir Stille Stärken gefunden habe – und weil ich weiß, dass das auch für dich zutrifft.

„Stille Menschen“ sind in meinen Augen alle Menschen, die nichts sagen – in einem bestimmten Kontext oder mit bestimmten Menschen oder überhaupt nichts. Und dabei ist es erst mal egal, ob du es nicht kannst oder nicht willst oder zu anstrengend findest.

Besonders am Herzen liegen mir die Menschen, die nicht sprechen können, obwohl sie es doch können müssten. So ist es mir mehr als dreißig Jahre lang gegangen, und obwohl ich schließlich meinen Weg und meine Sprache gefunden habe, hätte ich immer gerne jemanden gehabt, der mich versteht und mit dem ich mich austauschen kann.

Und falls du hierher gefunden hast, weil du mit Stillen Menschen beruflich oder persönlich zu tun hast – als Erzieherin, als Mama, als Lehrer, als Papa, als Therapeut oder als Vorgesetzter – dann fühle dich ebenfalls herzlich willkommen. Ich freue mich, dass du aktiv nach Informationen suchst, um uns Stille Menschen besser zu verstehen.

 

Auf Stille-Stärken.de geht es um

  • Mutismus

    Häufig fällt der selektive Mutismus im Kindergarten oder den ersten Schuljahren auf. Ein Kind, das längst ganz normal sprechen kann, ist mit bestimmen Menschen und/oder in bestimmten Situationen nicht zu einer Äußerung fähig. Nicht nur die Worte fehlen, sondern oft ist auch der nonverbale Ausdruck extrem eingeschränkt.
    Wenn das Umfeld dann Druck ausübt, so dass das Kind vermeintlich sprechen „muss“, baut sich ein enormer Stress auf, unter dem mutistische Kinder oft „stur“ und „verstockt“ wirken. Tatsächlich ist die ablehnende, verschlossene Körpersprache ein Ausdruck von Hilflosigkeit.
    Mit der Zeit entwickelt sich bei den Kindern die Angst davor, in Situationen zu kommen, in denen die Sprechblockade auftritt.
    Weiterlesen über selektiven Mutismus…

  • Sprech- oder Redeangst

    Bei der Sprechangst handelt es sich um eine Blockade, die es unmöglich macht, zu reden. In Panik verweigert das Gehirn in einer bestimmten Kommunikationssituation mehr oder weniger den Dienst und der Körper signalisiert eine massive Gefahrensituation, als ob das eigene Leben bedroht wäre.
    Es gibt immer einen Auslöser, der die Panikreaktion „einschaltet“. Die entsprechende(n) Situation(en) versucht man möglichst zu vermeiden, um der Angst zu entgehen. Oft reicht jedoch schon allein die Vorstellung, in eine solche Situation zu kommen, um panisch zu reagieren. Dadurch weitet sich die Angst oft immer weiter in den Alltag hinein aus.
    Eine Sprechangst kann durch vielfältige Erlebnisse entstehen. Häufig entwickelt sich der selektive Mutismus zur Sprechangst, wenn er nicht frühzeitig erfolgreich therapiert wird.

  • Lampenfieber

    Anders als die panische Sprechangst oder Aufführungsangst ist Lampenfieber eine „normale“ Aufgeregtheit, wenn ein Auftritt bevor steht.
    Die wenigsten Menschen lässt es völlig unberührt, wenn sie vor einer größeren Zahl von Leuten sprechen oder etwas präsentieren sollen. Eine mehr oder weniger starke Anspannung vor einem Auftritt, die Nervosität und Unsicherheit, gehört auch für routinierte Sprecher und Darsteller dazu. Vielen „Profis“ sieht man ihr Lampenfieber nicht an – und glücklicherweise verschwindet es schnell, sobald der Vortrag oder Auftritt begonnen und die ersten Worte gesprochen sind.

  • Schüchternheit

    Schüchtern zu sein ist ein Ausdruck des persönlichen Temperaments.
    Schüchternen Menschen ist es unangenehm, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Sie denken viel darüber nach, wie sie auf andere wirken. Als Schüchterner empfindet man eine gewisse Ängstlichkeit gegenüber Menschen, die man nicht näher kennt und vermeidet es möglichst, Menschen anzusprechen oder in einer Gruppe zu reden.
    Nach einiger Zeit tauen schüchterne Menschen in der Regel auf und beteiligen sich gerne am Gespräch – auch wenn es ihnen schwer fällt, jemanden anzusprechen. Sie verhalten sich meistens stark introvertiert.

  • Introvertierte Charaktereigenschaften

    Eigentlich geht es bei introvertierten Menschen gar nicht so sehr darum, ob und wieviel sie sprechen. Die Bezeichnung wurde vom Psychiater C. G. Jung eingeführt für Leute, die ihre Energie aus sich selbst heraus schöpfen und sich viel mit sich selbst beschäftigen.
    Wer introvertiert ist, ist in einer lauten und betriebsamen Umgebung schnell erschöpft und braucht dann Ruhe und Rückzug, um sich zu erholen. Dieses Bedürfnis, sich zurückzuziehen und zur Ruhe zu kommen, wird oft als mangelnde Kontaktfreude und ungewöhnliche Schweigsamkeit missverstanden.
    Weiterlesen über’s introvertiert sein…

Das ist mir sehr sehr wichtig:

Ich teile gerne meine Erfahrungen mit dir und schildere meine persönliche Meinung zu dem, was man als Stiller Mensch so erlebt. Außerdem gebe ich dir Anregungen, die ich selbst ausprobiert habe, um als Stiller Mensch im Alltag zurechtzukommen und mich wohlzufühlen. Ich gebe gerne als Hilfe zur Selbsthilfe an dich weiter, was für mich hilfreich war.

Das ersetzt jedoch keine Therapie und keine Behandlung von einem Arzt oder Therapeuten!

Nutze die Informationen auf dieser Seite niemals als Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen! Wenn du gesundheitliche Probleme hast, geh bitte umgehend zu einem Arzt. Wenn du dich psychisch angeschlagen oder krank fühlst, dann lass dich von deinem Arzt beraten und sieh zu, dass du schnellstmöglich eine Therapie anfangen kannst.

Die Verantwortung für dein Leben und deine körperliche und seelische Gesundheit liegt bei dir. Gehe sorgsam damit um!

Links für Hilfe in akuten Situationen: